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Da nicht jeder etwas mit den Fachbegriffen anfangen kann, haben wir
einige erläutert. Einfach mit der Maus über die Links fahren oder
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Der Bootstyp stammt aus dem 9. – 10. Jahrhundert und wurde
in fast unveränderter Form bis ins 19. Jahrhundert hinein gebaut.
Genutzt wurden diese Boote hauptsächlich von Fischern und Bauern
zum Fischen und Transportieren von Waren, kleineren Tieren und
natürlich auch Menschen. Das Einsatzgebiet dieses Bootstyps waren
hauptsächlich die Fjorde und Binnengewässer, aber auch die Küstengebiete Skandinaviens.
Die Boote konnten von mehreren Personen
gerudert, oder aber mittels eines
Rahsegel
gesegelt werden.
Sie waren recht einfach zu handhaben, hatten einen sehr geringen
Tiefgang und dabei eine recht hohe Zuladung. Solch ein Boot war relativ leicht.
So konnte es durchaus von 4 Männern über kurze Strecken getragen
werden. Es wog je nach Ausrüstung etwa 240 kg und konnte bei nicht
allzu viel Wellengang durchaus das Dreifache an Last aufnehmen.
In der baulichen Ausführung waren sie schlicht und zweckmäßig gehalten.
So gab es an ihnen nur sehr selten verzierende Schnitzereien.
Auch waren sie wohl nicht mit den kunstvollen Drachenköpfen
ausgestattet wie unser Nachbau. Die Drachenköpfe waren bekanntlich
nur den Schiffen im Kampfeinsatz und den rein repräsentativen Booten
vorbehalten. Allerdings wurden bei den Ausgrabungen des
Gokstad – Schiffes (Norwegen) 3 kleine Boote gefunden, die diesem
hier sehr ähnlich sind. Sie waren etwas schlanker und reichlich verziert –
hatten allerdings auch keine Drachenköpfe.
Gebaut wurden diese Boote meist auf dem Hof des Auftraggebers,
also dem Bauern oder Fischer – wenn dieser es sich denn leisten konnte,
von wandernden Bootsbaumeistern.
Der Meister reiste mit seinem Werkzeug und Erfahrungsschatz an,
um dann meist in einer Scheune des Hofes das Boot zu fertigen.
Sofern er keinen eigenen Gesellen oder Lehrjungen mitbrachte, war es
auch üblich, dass ihm vom Auftraggeber das notwendige Personal gestellt wurde.
Das Holz für den Bau schlug man meist direkt vor Ort. So konnte sich der Meister
auch gleich geeignetes
Krummholz
an den Bäumen aussuchen.
Der Bau erfolgte dann Kiel unten, also mit aufrecht stehenden Steven.
Aufgestellt wurde der Kiel auf einfachen Pallungen oder einer kleinen Helling.
Gehalten wurden die Steven durch seitliche Abstützungen, auch durch Verstrebungen
an der Scheunendecke oder am Esel (nicht den sturen, sondern einen Balken, der
längs über dem Boot zu diesem Zwecke aufgestellt wurde).
Am Esel erfolgten dann die Abstützungen, die zum Anbringen der Planken
notwendig waren.
Als Baumaterial dienten verschiedene Hölzer. Oft wurden Eiche, Lärche oder
Kiefer verwendet. Ein Boot konnte sowohl aus nur einem dieser Hölzer hergestellt
werden, als auch aus einer zweckgebundenen Kombination verschiedener Holzsorten.
Wobei die härteren Hölzer für Kiel, Steven und auch Spanten benutzt wurden und
die leichteren für Planken, Mast und Riemen. Die Verbindung der einzelnen Bauteile
erfolgte mittels Holznägel, geschmiedeter Eisenniete oder sie wurden mittels
zerfasertem Zweigwerg gebunden.
Ausgerüstet waren die Boote mit einem seitlich angebrachten Ruderblatt
("Steuerbord"),
lose eingelegten Bodenbrettern und einem Mast samt Segel. Der Mast wurde durch
schräg nach hinten versetzte Wanten und eine Abspannung nach vorn gehalten
Das an der Rah angeschlagene Segel bestand zumeist aus Wollstoff, den man mit Ölen
mehr oder weniger gut imprägniert hatte. Für die Besatzung gab es Duchten zum Sitzen.
Diese waren nur lose auf den Enden der Spanten aufgelegt. So konnten sie je nach Bedarf
herausgenommen werden, um Platz für die Fracht zu schaffen.
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